Erzbischof Schick bezeichnet Konflikt in Syrien als "Kreuz für die Menschheit"

Erzbischof Schick bezeichnet Konflikt in Syrien als "Kreuz für die Menschheit"
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Konflikt in Syrien als ein "Kreuz für die Menschheit" bezeichnet. Bisher seien alle Friedensversuche gescheitert, weil sich die Großmächte nicht einigten, sagte Schick nach einem Redemanuskript am Palmsonntag im Bamberger Dom.

Die Kriegsparteien in Syrien müssten von den Vereinten Nationen an einen Tisch gezwungen werden. "Der Krieg in Syrien darf nicht weitergehen", mahnte Schick eindringlich.

Auch in Naturkatastrophen, Hungersnot, Krankheiten und persönlicher Schuld sieht der Erzbischof "Kreuze". Sie müssten mutig angepackt werden - etwa durch mehr Entwicklungshilfe, eine profitunabhängige Vergabe von Medikamenten und den Ausbau des Gesundheitswesens. Christen sähen hinter den Kreuzen Auferstehung, Erlösung und Leben.

Mehr zu Die Krise in Syrien
Der Journalist Anas Khabir bei einer Straßenumfrage in Berlin
"Die Welt sieht zu, wie die Menschen sterben. Man hält sie für Terroristen." Der Mann aus Syrien ist mit seiner Ansicht nicht allein. Das zeigt eine Straßenumfrage von "Amal, Berlin!", die aufrüttelt.
Ein trauernder Mann kniet und hält einen weißen Schemen im Arm, der die Umrisse eines menschlichen Körpers darstellt
Der syrische Künstler Khaled Barakeh will nicht, dass wir uns an die Bilder des Schreckens gewöhnen.

An Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der die Kirchen an die Kreuzigung von Jesus Christus (Karfreitag) und seine Auferstehung (Ostern) erinnern.