Pommersche Gemeinde plant "Marien-Pilgerweg"

Pilgerweg "Offene Kirchen" in Mecklenburg-Vorpommern erneuert

©kirche-mv.de/Pfarramt Verchen

Der Altaraufsatz in der Klosterkirche von Verchen (um 1500) gehört zu den besterhaltensten Altaraufsätzen in Mecklenburg-Vorpommern. Als die Reformation Einzug hielt und das Land evangelisch wurde, konnten die Benediktinerinnen des Benediktinerinnenklosters bleiben.

Pommersche Gemeinde plant "Marien-Pilgerweg"
Einen 28 Kilometer langen "Marien-Pilgerweg" will die pommersche evangelische Kirchengemeinde Verchen-Kummerow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) schaffen.

In der naturnahen Landschaft am Ostufer des Kummerower Sees soll der Pilgerweg die "Offenen Kirchen" in Verchen, Meesiger, Sommersdorf, Wolkwitz und Moltzahn verbinden, teilte der pommersche Kirchenkreis am Donnerstag mit.

Diese Kirchen haben durch Mariengemälde oder -figuren einen inhaltlichen Bezug zueinander. Der Kirchenkreis unterstützt das 14.000 Euro teure Projekt mit 1.000 Euro. Durch das Leader-Programm der Europäischen Union wird das Vorhaben mit 9.000 Euro gefördert.

Die Kirche St. Marien Verchen liegt am Pilgerweg "Offene Kirchen".

Ein Wanderweg sei bereits vorhanden, hieß es. Im Rahmen des Pilger-Projekts sollen nun Wegweiser und Bänke aufgestellt werden. Geplant ist auch eine Broschüre mit Kartenmaterial und zahlreichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Unterkünften. Zudem soll eine eigene Homepage entstehen. Neben den fünf "Offenen Kirchen" als Orte der Einkehr und Stille sind laut Kirchenkreis weitere Haltepunkte auf der Strecke vorgesehen, darunter Naturdenkmale und Wegkreuzungen.

Die Kirchengemeinde Verchen-Kummerow hofft nach Angaben von Gemeindepastor Pastor Detlev Brick, dass das Projekt spätestens im September 2021 abgeschlossen werden kann.

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